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Taikonauten


China verfügt zusätzlich zu der nun vorhandenen Trägertechnologie über ein gut trainiertes Raumfahrerkorps, ein erstes entstand sogar schon um 1970.

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Autor: Felix Korsch, 12.08.2003


Die chinesische Entsprechung für "Raumfahrer" lautet dabei yuhangyuan. Im Westen wird allerdings vorzugsweise der Begriff Taikonaut verwendet. Er leitet sich ab von Taikong, was so viel wie Kosmos oder Weltraum bedeutet. Um der Sprachverwirrung noch die Krone auszusetzen, sprechen offizielle chinesische Quellen stets von Taikongyuan.



Taikonaut kurz vor dem Training in der Vakuumkammer. Verfügt China über Shuttle-Skaphander der NASA?
(Bild/Datum: unbekannt)
Im Ausland sorgten Stories über chinesische Kosmonauten wieder und wieder für Verwirrung. Genährt wurde dies noch durch sporadisch auftauchende Fotos, die chinesische Raumfahrer abwechselnd in orangenen und weißen Raumanzügen zeigen. Diese sind zumindest optisch identisch mit den charakteristischen Shuttle-Overalls der Amerikaner bzw. den Sokol-Skaphandern der Russen. Diese Bilder sind wohl tatsächlich authentisch, wobei bezweifelt werden kann, dass diese Raumanzüge Eigenentwicklungen der Chinesen sind. So rührt die Existenz orangefarbener Anzüge von einem geplanten Mitflug auf dem US-amerikanischen Space Shuttle her. Dieses Anfang bzw. Mitte der 80'er geplante und wohl von den USA auch politisch angelegte Vorhaben wurde aus verschiedenen Gründen platzen gelassen. Obwohl keine offiziellen Statements existieren, stammen entsprechende Raumanzüge wohl ebenfalls aus dieser Zeit und dienten bzw. dienen noch immer der Vorbereitung im Rahmen entsprechender Trainingseinheiten in Vakuumkammern.

Dass dagegen nun Anzüge aus russischer Produktion - bzw. Anzüge, die diesen täuschend echt nachempfunden wurden - Verwendung finden, braucht nicht zu verwundern. Schließlich befanden sich Mitte der 90'er zwei Chinesen in Ausbildung zu Kosmonauten im Sternenstädtchen bei Moskau. Insofern manifestiert sich auch an dieser Stelle die technische Orientierung Chinas an Russland. Laut chinesischen Verlautbarungen stammt auch die Skaphander-Technologie aus eigener Entwicklung und Produktion. Jeder Anzug wiegt rund zehn Kilogramm.

Es folgen nun Beschreibungen der einzelnen Ausbildungsgruppen chinesischer Raumfahrer. Leider sind Angaben zu Einzelpersonen rar gesät und zudem in unterschiedlichen Quellen widersprüchlich verzeichnet. Ergänzungen wird es darum geben, sobald neue Fakten bekannt werden. So existieren beispielsweise aus dem Jahre 1979 u.a. von der Shanghaier Zeitung Wen Hui Bao veröffentlichte Bilder, welche verschiedene Taikonauten beim Training zeigen. Ein weiteres interessantes Foto zeigt zwei Chinesen beim Training in einem Raumgleiter-Simulator (etwa 1980). Heute verfügbare Daten belegen zwar, dass in jenem Zeitraum ein zweiter Anlauf unternommen wurde, ein bemanntes Raumfahrzeug zu entwickeln; Informationen zu den involvierten Taikonauten wie auch technische Details existieren jedoch nicht.

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