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Wenn in diesem Jahr das Space Shuttle in den Ruhestand tritt, wird das HTV das einzige Raumfahrzeug sein, das in der Lage ist Außenbordexperimente und größere Lasten zur ISS zu transportieren - neben dem europäischen Frachter ATV, der ähnliche Kapazitäten bereitstellt. Das HTV, sobald es die Trägerrakete verlassen hat, kann anhand von GPS-Daten unabhängig von der Bodenstation seine genau Position relativ zur ISS erfassen und nähert sich dieser automatisch an bis es mit gleicher Geschwindigkeit wie die ISS selbst unter dem Harmony Modul zum "stehen" kommt und schließlich mit dem Canadarm ergriffen werden kann. Yoshihiku Torano, Projektmanager des HTV-Teams hebt in einem Interview auch den bemannten Raumflug hervor. Mit der H-II B und dem HTV sei theoretisch auch eine Reise zum Mond möglich. Wie üblich in Japan spielt die Sicherheit jedoch eine große Rolle, so dass diese Option des HTVs vorerst noch getestet wird. Konkrete Pläne für einen bemannten Flug sind bisher noch nicht veröffentlicht. Japan wäre nach der damaligen Sowjetunion, den USA und China das vierte Land, das eigenständig einen bemannten Flug mit selbstentwickelten Raketen durchführt. Fest steht allerdings, dass Japan mit der Entwicklung und dem Bau dieser Kapazität zu seinem Rivalen China aufgeschlossen hat, der in der Vergangenheit ebenfalls des öfteren laut über bemannte Raumfahrten zum Mond und "zu anderen Planeten" nachgedacht hat. Im Gegensatz zu China hat Japan durch seine Zusammenarbeit mit den Anderen am ISS-Programm beteiligten Staaten jedoch sehr konkrete Nutzungsanwendungen seiner Technik. China hingegen, das in der Raumfahrt weitgehend frei von der Staatengemeinschaft agiert, dienen die jüngsten Entwicklungen seines Weltraumprogramms zuallererst einmal dazu seine technische Macht zu propagieren. Rein wissenschaftliche Missionen ohne direkten finanziellen oder reputativen Nutzen sind kaum zu finden. Dabei wäre China als neue, alte Weltmacht mit seinem enormen finanziellen Potential eine große Chance für die internationale Staatengemeinschaft, die Raumfahrt im Allgemeinen und für die ISS im Besonderen programmatisch voranzutreiben und auch Möglichkeiten für Projekte, die über die ISS hinausgehen, voranzutreiben. Gerade hinsichtlich großer Projekte, wie einer Rückkehr zum Mond oder gar einem Aufbruch zum Mars in den nächsten Jahrzehnten, sind es die westlichen Staaten, die durch ihre Erfahrungen mit ISS und zahlreichen Sonden und Rovern das Knowhow besitzen. Doch China ist es, welches dies auch finanziell umsetzen könnte. In der Geschichte der Raumfahrt gab es schon einmal eine vergleichbare Situation: So waren die Raketenstarts der Anfangszeit der ISS mit russischen Raketen durchgeführt worden - finanziert von den USA. Verwandte Links Raumcon Weitere Meldungen:
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